Dem Geiste zu

 

Und endlich ist der Menschheit Tag gekommen,

Die erdenalte Sehnsucht wird erfüllt –  –  –

Du glaubst es – und das Irrlicht ist verglommen –

In grauen Flor hat sich die Zeit gehüllt.

 

Ihr altes Kleid. Nur anders sind die Falten,

Durch die der Tränenborn der Erde geht;

Der dunklen Kraft geheimnisvolles Walten

Verlangt Tribut, den niemals abgezahlten;

Solang´ der Geist nicht mit dir aufersteht.

 

Das ist er nicht, der technisch Wunder baut,

Von Firn zu Firn den Eisenbogen spannt,

Die Raubstandarte pflanzt ins andere Land,

Das Flugzeug lenkt, dort wo der Aether blaut.

Das ist er nicht, der unter Palmen wandelt –,

In Sklaventum das freie Werk verwandelt.

 

Hoch über Dogmen, Staub und Weltgetriebe

Harrt er der Stunde ganzen Wirkens nur,

So suche ihn im Strahlenkleid der Liebe

In seines Reiches leuchtendem Azur.